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Laotse

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Anmerkungen zum TaoTeKing

 

L Laotse

Der "Alte Weise" soll ein älterer Zeitgenosse Konfuzius und am kaiserlichen Hof Archivar gewesen sein. Als er der Gesellschaft und ihren Auswüchsen, man schrieb die Zeit der "Streitenden Reiche", überdrüssig geworden ist, verließ er die Provinz und ritt auf einem Ochsen (oder Wasserbüffel) über die Grenze Richtung Westen (oder auch Nordwesten). Dort soll ein Grenzwächter ihn aufgehalten und dazu angehalten haben, seine Erkenntnisse und Lehren für die Nachwelt aufzuschreiben. Und das war das Tao Te King. Laotse soll etwa 604 vor unserer Zeitrechnung geboren sein. Doch es gibt keine sicheren Beweise dafür. 
Ob sich die Geschichte so oder ähnlich wirklich zugetragen hat, das vermag wohl heute kaum noch jemand nachzuvollziehen. Es gibt Hinweise, die den Schluss zulassen, dass es Laotse gar nicht gab und das Tao Te King mehrere Autoren hat. Einige Hinweise lassen Schlüsse zu, die das Werk auf viel später datieren und wiederum werden Hinweise auch dahingehend interpretiert, dass das Tao Te King lediglich eine Zusammenfassung alter Lehren der Weisen ist, die später erweitert wurden.
Inzwischen gibt es auch wieder Interpretationen alter Funde und neuer Erkenntnisse, die den Schluss zulassen, dass es die Person Li Er (der eigentliche Name Laotses) tatsächlich gegeben hat und das Tao Te King doch einer Person zuzuschreiben ist, aber wahrscheinlich nicht Li Er.
Dass es so wenig Belege für "den großen Weisen" gibt, ist für Taoisten meist Beweis genug, dass es ihn gab. Um seine Person hat er, ganz den Lehren folgend, wenig Aufhebens gemacht, deshalb kennt man nicht ihn, sondern nur das Buch.

Wie dem auch sei, Laotse spielt im heutigen Taoismus, der volksreligiös stark geprägt ist, eher eine Rolle als Gottheit. Sein Werk ist kaum bekannt und spielt demnach keine Rolle für diese Form des Taoismus. Innerhalb dieses volksreligiösen Taoismus gibt es zudem auch noch sehr unterschiedliche Strömungen, die mit dem philosophischen Taoismus, den wir hier und heute im Westen hauptsächlich kennen, eigentlich nichts mehr zu tun hat.
Warum sich der Taoismus so verändert hat und mit den ursprünglichen Lehren fast nichts mehr gemein hat, werde ich ihnen später erzählen, zumindest werden sie ein paar "Gedankensplitter" dazu dort finden.
Die taoistischen Lehren jedoch durchziehen bis heute das chinesische Denken und haben nicht nur die kulturelle Entwicklung bis heute stark beeinflusst und geprägt.top

Auf diesen Seiten hier werde ich jedoch Laotse als Autor des Tao Te King beibehalten und der volksreligiöse Taoismus spielt nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch wird es nicht weniger mystisch zugehen, aber keine Sorge - alles ist ganz harmlos und ungefährlich ;-)) .

Und hier nun noch ein Linktipp für alle, die sich mit der Geschichte des Laotse weiter auseinandersetzen wollen:


Dienstag 04. November 2003

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